Missstände an Filmsets: Jasna Fritzi Bauer spricht über Überstunden und Unfälle

Hintergrund

Nachdem Schauspielerin Nora Tschirner kürzlich auf Instagram die unmenschlichen Zustände in Teilen der deutschen Filmbranche angeprangert hatte, bestätigt nun auch Jasna Fritzi Bauer die Vorwürfe. In einem Interview mit dem Portal „Watson“ spricht sie über die Missstände in der deutschen Filmbranche und betont, dass noch einiges aufgearbeitet werden müsse.

Aussagen von Jasna Fritzi Bauer

Jasna Fritzi Bauer erklärt, dass besonders der Arbeitsschutz und das Arbeitsrecht in der deutschen Filmbranche vernachlässigt würden. Es gebe keine Gewerkschaft und die Arbeitszeiten würden häufig überzogen. Die Qualität der Produktionen leide oft unter der Quantität, da die Schauspieler und das Team müde werden und Unfälle passieren können. Zudem fehle es oft an Geld, um mehr Produktionszeit zu haben. Bauer betont, dass die Debatte unter Filmschaffenden schon lange bestehe, jedoch bezweifelt sie, dass sich bald etwas ändern werde.

Hintergrund zu den Vorwürfen gegen Til Schweiger

Ende April erhoben mehrere Betroffene im „Spiegel“ Vorwürfe gegen Filmemacher Til Schweiger und prangerten die Zustände an Filmsets an. Nora Tschirner hatte daraufhin ihre Solidarität bekundet und auf Instagram erklärt, dass sie „das nicht mehr mitmache“. Martin Moszkowicz, Chef der Filmproduktions- und Verleihfirma Constantin, hatte daraufhin behauptet, dass Tschirner nie zu ihm gekommen sei. Tschirner widerlegte diese Aussage selbst und betonte, dass sie die Debatte generell anstoßen wolle.

Fazit

Die Missstände an Filmsets in Deutschland sind ein langjähriges Problem, das nun von Schauspielerinnen wie Nora Tschirner und Jasna Fritzi Bauer öffentlich gemacht wird. Eine schnelle Lösung ist jedoch nicht in Sicht.

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