Ende des Headhunter-Programms
In Sachsen-Anhalt wurde beschlossen, das sogenannte Headhunter-Programm zur Rekrutierung von Seiteneinsteigern für Lehrkräfte zu beenden. Trotz dieser Entscheidung können jedoch in den Jahren 2025 und 2026 noch bis zu zwei Millionen Euro für die Lehrer-Rekrutierung zur Verfügung stehen.
Haushaltsplan und laufende Verträge
Laut dem kürzlich verabschiedeten Haushaltsplan der Koalition aus CDU, SPD und FDP wird festgehalten, dass die Maßnahmen eingestellt werden. Dennoch sollen bestehende Verträge mit Personalagenturen weiterhin erfüllt werden. Dies bedeutet einen schrittweisen Rückzug von einem teils umstrittenen Rekrutierungsansatz.
Rekrutierung von Lehrkräften
Seit 2021 haben zwei Agenturen im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt aktiv potenzielle Lehrkräfte angesprochen. Der Fokus liegt hierbei auf Absolventen bestimmter Fachrichtungen wie Mathematik, Physik und Biologie, die als Seiteneinsteiger in den Schuldienst eintreten können. Diese Lehrkräfte erhalten eine zusätzliche pädagogische Ausbildung, um im Klassenzimmer arbeiten zu können.
Ergebnisse des Programms
Laut Angaben des Bildungsministeriums konnten seit Beginn des Programms 201 Lehrer für den Schuldienst gewonnen werden, wofür insgesamt 2,4 Millionen Euro ausgegeben wurden. Allerdings haben bereits 63 dieser Lehrkräfte den Schuldienst wieder verlassen.
Bewertung des Bildungsministeriums
Trotz des beschlossenen Aus des Headhunter-Programms wird das Projekt vom Bildungsministerium unter der Leitung von Eva Feußner (CDU) als Erfolg gewertet. Das Ministerium sieht die Fortführung des Programms als notwendig an, um dem Mangel an Lehrkräften entgegenzuwirken. Es wird betont, dass der traditionelle Arbeitsmarkt für Lehrkräfte nahezu erschöpft ist und nicht ausreichend ausgebildete Pädagogen zur Verfügung stehen.