HPV als Hauptursache für Kehlkopfkrebs
Laut Dr. Hisham Mehanna von der University of Birmingham, wie im Journal The Conversation berichtet, ist der Anstieg von Kehlkopfkrebs hauptsächlich auf das humane Papillomavirus (HPV) zurückzuführen, das auch die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs ist. Die Studie hebt hervor, dass HPV ein weit verbreitetes Virus ist, das in der Regel durch vaginalen, analen und oralen sexuellen Kontakt mit einer infizierten Person übertragen wird. Insbesondere deutet die Forschung darauf hin, dass die Inzidenz von Oropharynx-Krebs, einer Art von Kehlkopfkrebs, der die Mandeln und den hinteren Teil des Rachens betrifft, aufgrund von Oralsex signifikant gestiegen ist.
Oralsex als Haupt-Risikofaktor
„Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte gab es einen rapiden Anstieg von Kehlkopfkrebs im Westen, bis zu dem Punkt, dass einige es als Epidemie bezeichnen“, schreibt Dr. Mehanna in The Conversation. Vorherige Forschungen haben gezeigt, dass der Haupt-Risikofaktor für die Entwicklung von Oropharynx-Krebs eine HPV-Infektion ist. „HPV wird sexuell übertragen. Für Oropharynx-Krebs ist der Haupt-Risikofaktor die Anzahl der lebenslangen Sexualpartner, insbesondere Oralsex“, schreibt Dr. Mehanna. Er betont auch, dass Personen, die sechs oder mehr lebenslange Oralsex-Partner hatten, ein signifikant höheres Risiko haben, an Oropharynx-Krebs zu erkranken als Personen, die keinen Oralsex praktizieren. Konkret sind diese Personen 8,5-mal häufiger von der Krankheit betroffen.
Fazit
Die Studie zeigt, dass Oralsex ein bedeutender Risikofaktor für Kehlkopfkrebs in Großbritannien und den USA ist, der aufgrund von HPV-Infektionen auftritt. Experten warnen vor dieser alarmierenden Entwicklung und empfehlen, sich über die Risiken von HPV und die Bedeutung von Schutzmaßnahmen zu informieren.