Trier auf Platz Eins
Im Jahr 2025 hat Trier den Titel der energieeffizientesten Stadt Deutschlands errungen. Die Stadt zeigt einen herausragenden Gebäudebestand in Bezug auf Energieeffizienz. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Rostock und Dresden in diesem jährlichen Wettbewerb.
Schwache Leistungen im Ranking
Die letzten Plätze des Rankings der 50 energieeffizientesten Städte belegen Mönchengladbach, Bremen und Krefeld. Diese Städte weisen die schlechtesten energetischen Gebäudebestände auf, was auf einen dringenden Handlungsbedarf hinweist.
Regionale Unterschiede in der Sanierung
Die Studie zeigt auch, dass die energetischen Sanierungsmaßnahmen in den alten Bundesländern, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, häufig vernachlässigt werden. Im Gegensatz dazu hat der Osten Deutschlands, der in den Nachwendejahren erheblich in den Gebäudebestand investierte, insgesamt bessere Ergebnisse erzielt.
Vorjahresgewinner und Trends
Die Gewinner der Vorjahre waren Chemnitz (2024), Leipzig (2023), Potsdam (2022) und Offenbach am Main (2021). Diese Trends verdeutlichen die kontinuierliche Entwicklung in der energetischen Sanierung in Deutschland.
Statements zur Energieeffizienz
Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG), betont die Vorteile einer energieeffizienten Stadtentwicklung. Er hebt hervor, dass Städte, die in ihre energetische Zukunft investieren, nicht nur die Lebensqualität ihrer Bürger verbessern, sondern auch zur Reduzierung der Energiekosten und zur Sicherung des Wohlstands beitragen.
Wolfram Leibe, Oberbürgermeister von Trier, äußert seine Freude über das gute Abschneiden der Stadt und sieht dies als Bestätigung für das Bewusstsein der Bürger hinsichtlich der wirtschaftlichen Vorteile von Energieeffizienz beim Bauen und Sanieren.
Aktuelle Sanierungsquote
Die derzeitige Sanierungsquote in Deutschland liegt bei lediglich 0,69 Prozent, während eine Quote von etwa 2 Prozent angestrebt wird. Dies verdeutlicht den dringenden Bedarf an Maßnahmen zur Verbesserung der energetischen Situation in vielen Städten.
Studienbasis und Bedeutung
Die Ergebnisse basieren auf einer Studie von ImmoScout24, die rund 300.000 Datensätze aus dem Jahr 2025 umfasst und im Auftrag des BuVEG erstellt wurde. Der BuVEG vertritt alle Gewerke, die an der Gebäudehülle beteiligt sind, und spielt eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der Klimaschutzziele sowie beim Werterhalt von Immobilien.