US-Präsident Joe Biden hat beim Galadinner des Washingtoner Pressekorps die Wichtigkeit der Pressefreiheit betont und dabei auch gegen seinen Amtsvorgänger Donald Trump gestichelt. In seiner Rede vor rund 2600 Gästen betonte Biden, dass eine freie Presse der Stützpfeiler einer freien Gesellschaft sei und nicht deren Feind. Trump hatte Journalisten wiederholt als „Feinde des Volkes“ bezeichnet.
Journalisten inhaftiert
Die Pressegala stand in diesem Jahr im Zeichen von Journalisten, die wegen der Ausübung ihres Berufs zu Unrecht inhaftiert sind. Evan Gershkovich von der Zeitung „Wall Street Journal“ sitzt beispielsweise in Russland in Haft.
Selbstironie und Seitenhiebe
Die Gala ist traditionell auch ein Anlass, um den Präsidenten auf die Schippe zu nehmen. Biden machte den Anfang und bezog sich auf sein Alter. Der Festredner des Abends, Comedian Roy Wood, konnte sich ebenfalls einen Seitenhieb auf Bidens Alter nicht verkneifen. Insgesamt ging es aber in diesem Jahr ernster zu als in manchen vergangenen Jahren.
Wahrheit und Lügen
Biden betonte auch, dass die Wahrheit oft von Lügen begraben werde und die Lügen als Wahrheit fortbestehen würden. Er mahnte, dass die von Trump und vielen seiner Unterstützer vorgebrachten und widerlegten Behauptungen über eine gefälschte Präsidentschaftswahl 2020 Hass und Wut schüren und die Demokratie gefährden würden.