Sudan: UN-Welternährungsprogramm warnt vor humanitärer Krise

Hintergrund

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) musste aufgrund der anhaltenden Kampfhandlungen im Sudan seine Hilfe für 7,6 Millionen Menschen einstellen. Vor Ausbruch der Kämpfe hungerte bereits ein Drittel der Bevölkerung im Land. Nun droht der gesamten Region eine humanitäre Krise.

Auswirkungen

Die Preise für Nahrungsmittel schießen in die Höhe und es kommt zu ähnlichen Preisanstiegen auch in den Nachbarländern Tschad und Südsudan. Beide Länder haben bereits Tausende Flüchtlinge aus dem Sudan aufgenommen. Im Südsudan sind die Preise für Nahrungsmittel in kürzester Zeit um 28 Prozent gestiegen. Hinzu kommt die angespannte Situation am Horn von Afrika, wo nach sechs ausgefallenen Regenzeiten die Not ebenfalls auf einem Rekordniveau ist.

Konflikt im Sudan

De-facto-Präsident Abdel Fattah al-Burhan kämpft mithilfe des Militärs seit dem 15. April gegen seinen Stellvertreter Mohammed Hamdan Daglo, Anführer der paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF). Die beiden Generäle hatten die Führung des Landes durch zwei gemeinsame Militärcoups 2019 und 2021 übernommen.

Aufruf zur Hilfe

Das WFP ruft dazu auf, die humanitäre Krise im Sudan und in der Region zu bekämpfen. Gerade Flüchtlinge, Schwangere oder mangelernährte Kinder stünden ohne die Unterstützung des WFP vor dem Nichts. Sobald es die Sicherheitslage erlaube, solle die Hilfe wieder aufgenommen werden.

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