Das Unternehmen Careanimations und der Berliner Künstler Abie Franklin haben gemeinsam eine Kunstaktion gestartet, um auf die finanzielle Belastung des Gesundheitssystems durch mangelnde Therapietreue aufmerksam zu machen. Unter dem Motto „10 Milliarden Euro sparen ist keine Kunst“ tourte ein Truck mit einem riesigen Kunstwerk durch die Hauptstadt.
10 Milliarden Euro Kosten durch mangelnde Therapietreue
Laut konservativen Schätzungen kostet mangelnde Therapietreue das deutsche Gesundheitssystem jährlich 10 Milliarden Euro. Dieses Thema findet jedoch in der öffentlichen Diskussion kaum Beachtung. Non-Adhärenz und Non-Persistenz stellen eine große Belastung für alle Beteiligten des Gesundheitssystems dar. „Je nach Krankheit werden 30 bis 50 Prozent der Medikamente nicht richtig eingenommen oder angewendet. Das ist reine Geldverschwendung und gefährdet täglich die Gesundheit tausender Patienten“, sagt Dr. med. Rob Neeter, CEO und Gründer des Unternehmens Careanimations, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Adhärenz zu stärken.
Kunstaktion rückt unterschätztes Thema in den Vordergrund
Die Aktion „10 Milliarden Euro sparen ist keine Kunst“ startete am 29. April in Berlin vor der Bolle Meierei während des Branchentreffs „Berlin inspiriert“ von Alliance Healthcare Deutschland / GEHE. Nach der Enthüllung des Kunstwerks durch den Berliner Künstler Abie Franklin ging das Gemälde auf Tour durch die Stadt. Im Zentrum des Werkes prangt die Zahl „10.000.000.000“.
„Bei der Gestaltung des Kunstwerks war es mir wichtig, die Brücke zu schlagen zwischen der Botschaft und den Medikamenten selbst. Deshalb bildet eine Medikamentenbox die Basis, gerahmt von Pillen, Beipackzetteln und farblichen Akzenten“, erklärt Künstler Abie Franklin. Für ihn war die Auseinandersetzung mit dem Thema nicht neu: „Das Subjekt der Arbeit ist aus Kindheitserinnerungen an die gemeinsame wöchentliche Sortierung der Medikamente meiner immunkranken Mutter entstanden. Damals hat es mir tatsächlich sehr viel Spaß gemacht. Ich habe die Leichtigkeit der Farbgebung mit einer darunter liegenden unheimlichen Atmosphäre gegenübergestellt, um diese ambivalente Erinnerung zu vermitteln.“
Neben der Kunstaktion sollen on- und offline weitere Aktionen mit Künstlern aus unterschiedlichen Genres an verschiedenen Orten stattfinden.