Die Krönungszeremonie von König Charles III. und Königin Camilla im Mai wird einige neue Elemente enthalten, um die Vielfalt der modernen britischen Gesellschaft widerzuspiegeln.
Vertreter anderer Religionen spielen aktive Rolle
Erstmals werden Vertreter anderer Religionen bei der Krönung eines britischen Monarchen eine aktive Rolle spielen. Jüdische, hinduistische, muslimische, buddhistische und Sikh-Geistliche werden dem König eine gemeinsame Grußbotschaft ausrichten und Mitglieder der Religionen ihm die Insignien aushändigen. Der Schritt symbolisiert den Einsatz für interreligiösen Dialog und die Förderung der Einheit zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen.
Bischöfinnen und Sprachen aus den britischen Landesteilen
Zum ersten Mal werden Bischöfinnen einbezogen und Sprachen aus den übrigen britischen Landesteilen bei dem Gottesdienst zu hören sein. Die Hymne „Veni creator spiritus“ wird außer auf Englisch auch auf Walisisch sowie in Schottischem und Irischem Gälisch gesungen. Zudem ertönt die Litanei Kyrie eleison auf Walisisch.
Öffentlichkeit wird einbezogen
Zum ersten Mal soll die Öffentlichkeit einbezogen werden, mit einem „Tribut der Menschen“ an den König. Damit wird die traditionelle Hommage von Würdenträgern ersetzt, bei der Adlige in langer Reihe vor dem Monarchen niederknien und ihm die Treue schwören.
Änderungen bei der Krönung von Camilla
Bei der Krönung von Camilla wird es eine Änderung geben. Die 75-Jährige wird im Gegensatz zu ihrem Ehemann öffentlich vom Erzbischof mit geweihtem Öl gesalbt und dabei anders als frühere Königsgemahlinnen nicht von einem Baldachin bedeckt.
Die Änderungen bei der Krönungszeremonie sollen die Vielfalt der modernen britischen Gesellschaft widerspiegeln und werden von vielen begrüßt.