Krieg in der Ukraine: Aktuelle Lage im Überblick

Neue Angriffe auf Dnipro

Russland hat am Wochenende seine Angriffe auf die Millionenstadt Dnipro fortgesetzt. Nach ukrainischen Angaben wurde dabei ein zweijähriges Mädchen getötet und mindestens 22 Menschen wurden verletzt. Das Verteidigungsministerium in Moskau behauptete, Ziel sei eine ukrainische Drohnen-Werkstatt gewesen. Auch andere Regionen in der Ukraine waren wieder Ziel von russischen Drohnen und Raketen.

Rettungsarbeiten in Dnipro

Dnipro ist mit etwa einer Million Einwohnern die viertgrößte Stadt der Ukraine. Ein Video des Präsidialamts zeigt ein völlig zerstörtes zweistöckiges Gebäude und zehn weitere beschädigte Häuser. Rettungskräfte suchen unter den Trümmern nach Überlebenden.

485 getötete Kinder seit Kriegsbeginn

Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind seit Beginn des Kriegs mindestens 485 Kinder getötet worden. Es handelt sich dabei ausschließlich um offiziell erfasste Opfer, die tatsächliche Zahl liegt vermutlich höher. Selenskyj verwies auch auf die mehr als 19.500 ukrainischen Kinder, die aus besetzten Gebieten nach Russland deportiert wurden.

Weitere Angriffe

Russland feuerte in der Nacht zum Sonntag sechs Marschflugkörper ab, von denen vier abgefangen wurden. Zwei Raketen trafen einen Flugplatz in der Nähe von Kropywnyzkyj. Zudem gab es Drohnenangriffe auf die Krim und die russische Grenzregion Belgorod, wo es nach russischen Angaben zwei Tote gab.

Kritik an Russland

Präsident Selenskyj bezeichnete Russland als „Terrorstaat“. Auch in Moskau gibt es Kritik am eigenen Militär und Forderungen, den Krieg endlich als solchen zu bezeichnen und nicht mehr nur als „militärische Spezialoperation“. In Kiew blieb es am Wochenende vergleichsweise ruhig.

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