Starke Männer und Autokraten
Donald Trump präsentiert sich als Befürworter starker Männer und autokratischer Führer. Er umgibt sich mit Stars der Kampfkünste und bezeichnet Menschen gerne als „Kämpfer“. In der bevorstehenden Wahl im November zielt Trump auf die Stimmen der Macho-Wähler, und es scheint, als würde diese Strategie aufgehen.
Hypermaskulines Image
Der Immobilienmagnat und ehemalige Präsident hat über die Jahre ein oft karikaturhaftes, hypermaskulines Image aufgebaut, das auch umstrittene Äußerungen über sexuelle Übergriffe beinhaltet. In einem Wahlkampf, in dem Kamala Harris als erste Frau Präsidentin der USA kandidiert, wird Trumps maskuline Ausstrahlung auf die Probe gestellt.
Kamala Harris und Frauenunterstützung
Harris verzeichnet einen Anstieg an Unterstützung von Frauen und hat das Thema Abtreibungsrechte zu einem zentralen Punkt ihrer Kampagne gemacht. Trump hingegen konzentriert sich auf Wähler, die sich für Kryptowährungen und die gewalttätige Ultimate Fighting Championship interessieren und der Meinung sind, dass die Gesellschaft zu feminin und „woke“ geworden ist.
Die „Männerwelt“ und Trump
Nick Passano, ein 37-jähriger Investor in Kryptowährungen, äußerte sich dazu, dass Trump die Generation anspricht: „Wir müssen den Ton angeben, was wir von unseren Kindern erwarten, nämlich starke, maskuline Männer.“ Passano war Teil einer Gruppe von Millennials, die sich selbst die Maga Boyz nennen und bei einer Trump-Veranstaltung in Johnstown, Pennsylvania, anwesend waren. Sie trugen T-Shirts mit provokanten Bildern und forderten Trump auf, sich nicht mehr mit „BS“ abzugeben.
Marketing und öffentliche Auftritte
Obwohl es ungewöhnlich erscheinen mag, dass ein 78-jähriger Milliardär, der Golf spielt, sich als Rebell inszeniert, versteht Trump wie kaum ein anderer US-Politiker das Marketing. Nach seiner Verurteilung wegen 34 Vergehen in New York im Mai besuchte er kurz darauf einen UFC-Kampf und erhielt tosenden Applaus von 16.000 Zuschauern. Bei der republikanischen Konvention im Juli, nur wenige Tage nach einem gescheiterten Attentat auf ihn, lobte der Wrestling-Star Hulk Hogan Trump als „Gladiator“.
Wählerverhalten und Umfragen
Die Wähler verfolgen Trumps Auftritte genau. Eine aktuelle Umfrage von ABC News/Ipsos zeigt, dass Trump unter Männern fünf Punkte vor Harris liegt, während Harris bei den Frauen führt.