Einblick in die Modewelt der DDR
Die Regisseurin Aelrun Goette präsentiert in ihrem Film einen faszinierenden Blick auf die Modewelt der ehemaligen DDR. Durch die Darstellung schillernder Persönlichkeiten erzählt sie auch ihre eigene Geschichte. Die DDR war ein Ort für Träumer, kreative Köpfe und Unangepasste, und genau diese Aspekte beleuchtet Goette in ihrem Werk „In einem Land, das es nicht mehr gibt“.
Der Konflikt zwischen Freiheit und Kontrolle
Im Film wird deutlich, wie die Staatsmacht versuchte, die kreativen Flügel der Menschen zu stutzen und Verrat zu schüren. Doch letztendlich triumphiert der rebellische Geist über die grauen Strukturen von SED und Stasi. Auch wenn die Thematik nicht neu ist und der Film einige Klischees bedient, gelingt es Goette, eine fesselnde Geschichte zu erzählen.
Die Geschichte von Suzie
Im Mittelpunkt steht die 18-jährige Suzie, die im Frühjahr 1989 kurz vor ihrem Abitur steht. Sie träumt davon, Literatur zu studieren und Schriftstellerin zu werden. Doch als sie mit dem verbotenen Buch „1984“ von George Orwell erwischt wird, muss sie ihre Pläne aufgeben und beginnt eine Ausbildung als Zerspanungsfacharbeiterin im Kabelwerk Oberspree.
Ein zufälliger Wendepunkt
Ein entscheidender Moment tritt ein, als ein junger Mann während ihrer Fahrt zur Arbeit ein Foto von Suzie macht. Dieses Bild landet wenig später auf dem Cover der Modezeitschrift „Sibylle“, die als die „Vogue des Ostens“ gilt. Dieser Zufall eröffnet Suzie neue Möglichkeiten in der Modewelt der DDR, die geprägt ist von Ambitionen und staatlicher Kontrolle.
Mentoren und Gewissenskonflikte
Die Chefredakteurin Elsa Wilbrodt spielt eine zentrale Rolle in Suzies neuem Leben, indem sie sie mal unterstützt und mal unter Druck setzt. Suzies Mentor wird der schwule Rudi, der mit seinen Freunden eine Modeschau plant. In dieser Gruppe befindet sich auch Coyote, der Fotograf, der Suzie ablichtete und als unkonventionell gilt. Suzies Verliebtheit in Coyote führt zu emotionalen Verwicklungen und Gewissensnöten.
Ein spannendes Porträt
Goettes Film bietet nicht nur einen Einblick in die Modewelt der DDR, sondern auch in die persönlichen Kämpfe und Herausforderungen der Protagonisten. Die Kombination aus persönlichen Geschichten und dem historischen Kontext macht den Film zu einem spannenden Porträt einer vergangenen Ära.