Engagement der Bürgermeister
Die Bürgermeister der Volkswagen-Standorte haben ihre Entschlossenheit bekundet, gegen mögliche Werksschließungen vorzugehen. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) äußerte sich nach einem Treffen mit dem Vorstand in Wolfsburg und betonte, dass die Kommunen bereit sind, für die Zukunft ihrer Standorte zu kämpfen. Onay erklärte, dass der Vorstand in der Verantwortung stehe, die notwendigen Investitionen für die Zukunft zu tätigen.
Fortsetzung der Gespräche
Die Gespräche zwischen den kommunalen Vertretern und der Unternehmensführung sollen fortgeführt werden. Onay sieht die Kommunen als eine Art Bindeglied zwischen der Konzernleitung, den Arbeitnehmern sowie der Landes- und Bundespolitik.
Kritik an der Kommunikationsstrategie
Die Verwaltungschefs äußerten auch Kritik an der Kommunikationsstrategie des Unternehmens. Onay wies darauf hin, dass die konfrontative Art der Kommunikation des Vorstands nicht nur Unmut, sondern auch große Verunsicherung und Zukunftsängste bei den Beschäftigten ausgelöst hat. Er forderte eine schnellere Klärung der Situation.
Änderungen bei Volkswagen
Volkswagen hat kürzlich die jahrzehntelange Beschäftigungssicherung aufgehoben und ein umfangreiches Sparprogramm angekündigt, das auch Entlassungen und Werksschließungen in Deutschland umfassen könnte. Onay sieht jedoch Potenzial für Verbesserungen im Unternehmen. Er ist überzeugt, dass das Management die Größe des Konzerns besser nutzen könnte, insbesondere durch Synergien in der Batterieproduktion und Softwareentwicklung.
Bedarf an echten Volkswagen
Onay betonte zudem die Notwendigkeit, das Modellangebot zu verbessern. Er fordert „echte Volkswagen“ in Form von elektrischen Fahrzeugen in hoher Qualität, die zudem erschwinglich sind. In Hannover, dem Standort der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge, werden vor allem Vans und Transporter produziert, darunter der ID.Buzz. Rund 14.200 Mitarbeiter sind im VW-Werk beschäftigt.