Israeli Luftangriff in Beirut
In den letzten Auseinandersetzungen, die nach den Explosionen von Walkie-Talkies und Pager am 19. September an Intensität gewannen, wurde der Leiter der Operationsabteilung von Hezbollah bei einem israelischen Luftangriff in den südlichen Vororten von Beirut getötet. Ibrahim Aqil, der seit vielen Jahren auf der Fahndungsliste der USA steht, war 61 Jahre alt.
Bestätigung des Vorfalls
Sowohl das israelische Militär als auch eine Sicherheitsquelle in Libanon bestätigten, dass Aqil zusammen mit anderen hochrangigen Mitgliedern einer Eliteeinheit von Hezbollah in dem Luftangriff getötet wurde. Dies stellt eine bedeutende Eskalation im anhaltenden Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Gruppe dar.
Reaktionen der israelischen Verteidigungskräfte
Nach dem Tod von Ibrahim Aqil erklärten die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF), dass sie die „Bedrohung“ durch die Fähigkeiten von Hezbollah beseitigen und ihre Operationen zum Schutz der israelischen Bürger fortsetzen werden. In einer Erklärung auf der sozialen Plattform X wurde bekannt gegeben, dass Aqil und andere Kommandeure seiner Einheit an einem Angriffsplan mit dem Titel „Eroberung Galiläa“ arbeiteten.
Politische Äußerungen
Israels Premierminister Benjamin Netanyahu äußerte auf X, dass die Ziele Israels klar seien und die Taten für sich selbst sprechen würden. Verteidigungsminister Yoav Gallant ergänzte, dass die Abfolge von Maßnahmen in dieser neuen Phase fortgesetzt werde, bis das Ziel erreicht sei: die sichere Rückkehr der Bewohner des Nordens in ihre Heimat.
Konflikt im UN-Sicherheitsrat
Am Freitag kam es im UN-Sicherheitsrat zu einem Konflikt zwischen den Vertretern von Libanon und Israel, nachdem Israel gezielte Angriffe auf Hezbollah durchgeführt hatte. Der libanesische Außenminister Abdallah Bou Habib forderte die UN auf, die Angriffe mit dem Pager zu verurteilen. Er warnte, dass die Glaubwürdigkeit des Rates für internationales Recht und Menschenrechte auf dem Spiel stehe, wenn diese terroristischen Angriffe nicht verurteilt würden.
Opferzahlen
Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium kamen bei dem Luftangriff mindestens 14 Menschen ums Leben, wobei die Zahl voraussichtlich steigen wird, da Rettungsteams die ganze Nacht über im Einsatz waren. Zuvor hatte das Ministerium berichtet, dass mindestens 66 Personen verletzt wurden, von denen sich neun in kritischem Zustand befinden.