Angst vor Stromausfällen in Deutschland

Stromausfall als größtes Risiko

Trotz eines der zuverlässigsten Stromnetze weltweit haben viele Menschen in Deutschland Bedenken bezüglich möglicher Stromausfälle. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zeigt, dass 81 Prozent der Befragten einen großflächigen Stromausfall als das größte Infrastrukturrisiko ansehen. Dies ist ein deutlicher Unterschied zu anderen Risiken, wie Störungen der Wasserversorgung (63 Prozent) oder Ausfällen in Krankenhäusern und Notdiensten (50 Prozent).

Folgen eines Stromausfalls

Die Umfrage verdeutlicht, welche gravierenden Folgen die Menschen mit einem Stromausfall verbinden. 65 Prozent der Befragten fürchten den Ausfall der Lebensmittelkühlung, 49 Prozent machen sich Sorgen um die Wasserversorgung und 33 Prozent befürchten Probleme mit der Heizung.

Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls

Trotz der stabilen Netzstruktur schätzt etwa ein Viertel der Befragten (27 Prozent) die Wahrscheinlichkeit eines Stromausfalls innerhalb des nächsten Jahres als realistisch ein. Diese Einschätzung steht im Widerspruch zu den tatsächlich sehr geringen Ausfallzeiten in Deutschland.

Öffentliche Wahrnehmung und Handlungsbedarf

Bahadir Basdere, CEO der Trench Group, kommentiert die Umfrageergebnisse und verweist auf aktuelle Vorfälle, wie die Stromausfälle am Flughafen London-Heathrow und in anderen Regionen. Er betont, dass die Ängste der Menschen ernst genommen werden sollten, da ein längerer Stromausfall erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft haben könnte.

Ausbau der Stromnetze

Die Trench Group sieht in der aktuellen Wahrnehmung der Bevölkerung einen klaren Handlungsauftrag. Der CEO fordert einen zügigen Ausbau der Stromnetze, um den geplanten Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen, anstatt diesen zu bremsen. Die Unsicherheiten in der politischen Entscheidungsfindung werden als nachteilig für die Gesellschaft angesehen.

Umfragedetails

Die Umfrage wurde zwischen dem 28. und 30. Juli 2025 unter 5.000 Bürgerinnen und Bürgern ab 18 Jahren durchgeführt.

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