Ministerin von der Decken fordert angemessene Vergütung
Die Gesundheitsministerin von Schleswig-Holstein, Kerstin von der Decken (CDU), hat von der Bundesregierung bessere Rahmenbedingungen für Apotheken gefordert. Dazu gehöre auch eine angemessene Vergütung, so von der Decken gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass Apotheken vor Ort für ein robustes und leistungsfähiges Gesundheitssystem unverzichtbar seien. Die wohnortnahe Versorgung mit Arzneimitteln sei vor dem Hintergrund zunehmender Versorgungsengpässe besonders wichtig.
Apotheken in Schleswig-Holstein bleiben geschlossen
Als Protest gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung blieben am Mittwoch auch in Schleswig-Holstein Apotheken geschlossen. In der Kieler Altstadt war es in zwei von drei Apotheken nur möglich, Rezepte einzulösen oder Bestellungen abzuholen. Die schwarz-grüne Landesregierung fordert vom Bund bessere Rahmenbedingungen, um die Versorgungssituation mit Arzneimitteln dauerhaft zu verbessern. Pauschale Einsparvorgaben dürften nicht zu Lasten der Patientinnen und Patienten gehen, so von der Decken. Auch andere Bundesländer setzen sich für eine Verbesserung der Versorgung ein.
Minister wollen auf Konferenz über Arzneimittelsicherheit beraten
Die Gesundheitsminister wollen auf ihrer nächsten Konferenz Anfang Juli über die Arzneimittelsicherheit beraten. Der bundesweite Rückgang der Anzahl der Apotheken sei ein deutliches Zeichen dafür, dass die wirtschaftliche Situation der Apotheken verbessert werden müsse, so von der Decken. Dazu gehöre auch eine ausreichende Honorierung von pharmazeutischen Dienstleistungen, wie beispielsweise das Management von Lieferengpässen. Arzneimittelunternehmen müssten auch in Europa verlässlich produzieren können.