Mehr royale Termine und steigende Kosten
Die Ausgaben für die britische Monarchie werden voraussichtlich weiter steigen. Dies ist auf die Zunahme der königlichen Termine und die hohe Inflation zurückzuführen. Diese steigenden Kosten könnten auch Auswirkungen auf den königlichen Unterhalt haben. Im Gegensatz zu ihrem Schwiegervater Prinz Philip erhält Königin Camilla kein eigenes staatliches Einkommen. Laut einem Bericht des britischen Rechnungshofs erhält Prinz Philip jährlich 359.000 Pfund (ca. 420.000 Euro) vom Parlament. In dem Bericht wurde auch festgestellt, dass Königin Camilla kein separates Jahreseinkommen erhalten wird. Stattdessen werden ihre Aktivitäten aus dem sogenannten Sovereign Grant finanziert, einem staatlichen Fonds für die Aufgaben der Royals.
Prinz Philip und die Finanzierung des Königshauses
Prinz Philip, der im April 2021 im Alter von 99 Jahren verstarb, wurde namentlich in einem Gesetz zur Finanzierung des Königshauses genannt. Für Camilla wäre daher ein neues Gesetz erforderlich, um ein eigenes staatliches Einkommen zu erhalten.
Erwartete steigende Ausgaben unter König Charles III.
Der Rechnungshof erwartet, dass die Ausgaben für die Monarchie weiter steigen werden. In den letzten Jahren hatte Queen Elizabeth aufgrund von körperlichen Beschwerden und der Pandemie ihr Programm stark reduziert. Unter ihrem Sohn König Charles III. werden die Royals wieder aktiver sein. Der Bericht geht davon aus, dass der König auf Anfrage der Regierung mehr Veranstaltungen abhalten und mehr Engagements im Vereinigten Königreich und im Ausland wahrnehmen wird. Diese Änderungen könnten sich auf die Ausgaben auswirken, jedoch werden sie durch die verfügbaren Mittel des Grants abgedeckt.
Steigende Ausgaben und Gründe dafür
Der Palast gab bekannt, dass die Ausgaben im Finanzjahr 2022/23 zum zweiten Mal in Folge gestiegen sind, und zwar um 5 Prozent auf 107,5 Millionen Pfund. Der Thronwechsel nach dem Tod der Queen, die Inflation und die fortlaufenden Kosten für die Renovierung des Buckingham-Palasts wurden als Gründe für diesen Anstieg genannt.
Renovierung des Buckingham-Palasts
Im Rahmen eines Zehn-Jahres-Programms werden im Buckingham-Palast verschiedene Modernisierungsarbeiten durchgeführt, darunter die Aktualisierung der Verkabelung sowie der Sanitär- und Heizungsanlagen. Seit 2017 wurden insgesamt 185,1 Millionen Pfund für diese Arbeiten verwendet. Es wird erwartet, dass die Gesamtkosten von 369 Millionen Pfund nicht überschritten werden. Allerdings wurden Pläne für ein externes Besucherzentrum gestrichen.
Überprüfung des Sovereign Grant
Derzeit beträgt der sogenannte Sovereign Grant 86,3 Millionen Pfund. Die Differenz zu den königlichen Ausgaben wurde aus Rücklagen finanziert. Noch in diesem Jahr soll die Berechnung des Grants überprüft werden. Der Palast äußerte sich dazu, dass eine „angemessene Anpassung“ vorgenommen werden soll. Derzeit beträgt der Anteil des Grants 25 Prozent der Einnahmen des Liegenschaftsverwalters Crown Estate, der große Ländereien und wertvolle Immobilien besitzt.