Die Möglichkeit, alte Elektro-Kleingeräte im Supermarkt oder Discounter abzugeben, wird von den Verbrauchern kaum genutzt. Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den großen Handelsketten ergab, dass seit dem 1. Juli des letzten Jahres, als diese Rückgabemöglichkeit eingeführt wurde, nur selten davon Gebrauch gemacht wird.
Geringe Nutzung bei Edeka, Lidl und Rewe
Edeka, Deutschlands größter Lebensmittelhändler, berichtet, dass die Rückgabemöglichkeit „eher vereinzelt genutzt“ wird. Auch bei Rewe, zu dem auch die Discountkette Penny gehört, wurde das Angebot bisher wenig genutzt. Lidl gibt an, dass die Rückgabeoption nur verhalten angenommen wird. Bei Aldi Nord wird die Möglichkeit „nur in Maßen genutzt“. Lediglich Kaufland berichtet, dass die Kunden die Möglichkeit zur Rückgabe von Elektrogeräten gerne annehmen.
Nachfrage variiert je nach Filialstandort
Der Discounter Netto, der zur Edeka-Gruppe gehört, gibt an, dass die Nachfrage nach der Rückgabemöglichkeit je nach Filialstandort variiert.
Die Neuregelung sollte die Entsorgung erleichtern
Die im letzten Sommer eingeführte Neuregelung sollte die Entsorgung von ausgedienten Elektrogeräten in Deutschland erleichtern. Durch die Neuregelung wurden 25.000 zusätzliche Rückgabestellen für Elektroaltgeräte geschaffen. Supermärkte, Discounter und Drogeriemärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern sind seit dem 1. Juli 2022 dazu verpflichtet, alte Elektrogeräte bis zu 25 Zentimeter Kantenlänge zurückzunehmen, wenn sie regelmäßig Elektro- und Elektronikgeräte verkaufen.
Es bleibt abzuwarten, ob sich die Nutzung der Rückgabemöglichkeit in Zukunft noch erhöht.