Anpassung an die Nachrichtenlage
Jessy Wellmer, die Moderatorin der „Tagesthemen“, hat ihre Garderobe an die aktuelle Nachrichtenlage angepasst. In Anbetracht der zahlreichen Krisen, die die Welt derzeit betreffen, hat sie entschieden, auf fröhliche Farben zu verzichten. „Ich kann nicht in Apricot, Flieder und Hellgrün auftreten, wenn es in der Ukraine zu schweren Angriffen kommt“, erklärte sie in einem Interview.
Düstere Nachrichten und ihre Auswirkungen
Die Moderatorin bemerkte, dass die Nachrichtenlage oft sehr ernst ist. „Deshalb hängen viele meiner Kleidungsstücke ungetragen in meinem Schrank“, so Wellmer. Auch fröhliche Ereignisse, wie eine Fußball-Weltmeisterschaft, können problematisch sein. Sie erinnerte sich an Vorwürfe, dass sie die Farben des falschen Vereins trage, was sie jedoch als unwichtig erachtet.
Der Stil vor und hinter der Kamera
Hinter den Kulissen trägt Wellmer einen ganz anderen Stil als im Studio. „Was ich privat anziehe, wäre nicht für das Studio geeignet. Ich bevorzuge große, bunte und gemusterte Kleidung“, erklärte sie. Im Studio hingegen müssen die Outfits einfarbig sein und dürfen nicht reflektieren oder zu grell wirken. „Außerdem sieht man auf dem Bildschirm immer fünf Kilo schwerer aus“, fügte sie hinzu.
Fernsehmode und Blusentausch
Wellmer sprach auch über die Herausforderungen der Fernsehmode. „Es ist ein Kapitel für sich. Hochwertige Kleidung kann billig wirken und umgekehrt“, sagte sie. In der ARD-Nachrichtenredaktion ist es nicht ungewöhnlich, dass Blusen zwischen den Moderatorinnen getauscht werden. „Es gibt einen Fundus für alle, die vor die Kamera treten. Was Susanne Daubner oder Caren Miosga nicht mehr tragen wollen, kommt auf eine Stange. Ich nehme mir, was mir gefällt, und das wird dann Teil meiner eigenen Kollektion“, erklärte sie.
Ein Basar der Mode
Der Austausch von Kleidung unter den Moderatorinnen wird von Wellmer als eine Art Basar beschrieben. „Man kämpft nicht Abend für Abend um das beste Stück“, sagte sie und betonte, dass es eine gemeinschaftliche Atmosphäre gibt, in der jeder von den anderen profitieren kann.